Wie Pinterest deine Google-Sichtbarkeit stärkt
- Dani Kaiser

- vor 2 Tagen
- 5 Min. Lesezeit

Pinterest und Google wirken wie zwei komplett getrennte Welten, dabei sind beide im Kern Suchmaschinen, nur mit unterschiedlichem Nutzer-Intent.
Wer seine Pinterest-Reichweite bewusst mit der eigenen Google-Strategie verknüpft, gewinnt doppelt: mehr Sichtbarkeit auf Pinterest selbst, und gleichzeitig stärkere Signale für Google, ganz ohne dafür einen einzigen zusätzlichen Artikel zu schreiben.
Servus ich bin Dani, SEO- & GEO-Mentorin für selbstständige Frauen, Gründerin von Mind & Rocket, und ich verbringe meine Arbeitstage normalerweise fast ausschließlich bei Google. Isabell hat mich eingeladen, mir mal ihre Welt anzuschauen, und ehrlich gesagt: Die beiden Kanäle passen viel besser zusammen, als ich vor dieser Recherche gedacht hätte. Egal, ob du schon auf Pinterest aktiv bist oder gerade erst startest: heute zeige ich dir, wie du dieselbe Arbeit doppelt nutzt, für Pinterest UND für Google.

Warum Pinterest-Traffic deine Sichtbarkeit bei Google stärkt (auch ohne direkten Link-Boost)
Ein Link aus einem Pin zählt bei Google offiziell nicht als klassischer Rankingfaktor, Pinterest setzt seine Links technisch auf “nofollow”. Trotzdem wirkt sich aktiver Pinterest-Traffic messbar auf deine Google-Sichtbarkeit aus, nur eben über andere Wege, und genau die lohnt es sich zu kennen.
Referral-Traffic ist ein Nutzersignal.
Wenn jemand über Pinterest auf deiner Seite landet, dort bleibt, weiterliest oder sich umschaut, ist das für Google ein Signal, dass deine Seite insgesamt Menschen zufriedenstellt, unabhängig davon, woher sie kommen. Guter Traffic wirkt sich auf die ganze Domain aus, nicht nur auf die eine Landingpage, auf der er ankommt.
Markensuchen zahlen auf dein Vertrauen ein. Viele Menschen, die dich über Pinterest entdecken, klicken nicht sofort, sondern merken sich nur ein Gefühl, "die Frau mit dem Guide", "der Account mit den guten Vorlagen", und googeln zwei Wochen später deinen Namen direkt. Diese sogenannten Branded Searches gehören zu den stärksten Vertrauenssignalen, die Google kennt, und sie entstehen fast automatisch, sobald du auf Pinterest sichtbar bist.
Pinterest-Nutzerinnen bringen Absicht mit. Wer auf Pinterest sucht, plant meistens schon etwas, ein Projekt, ein Angebot, eine Lösung für ein konkretes Problem. Dieser qualifizierte Traffic bleibt im Schnitt länger auf deiner Seite als impulsiver Social-Traffic, und auch lange Verweildauer ist ein Signal, das sich positiv auf deine gesamte Sichtbarkeit auswirkt.
Der Profil-Link ist dein heimlicher Trumpf. Anders als einzelne Pins wird der Link in deiner Pinterest-Bio von Google teilweise anders behandelt und kann tatsächlich Wert weitergeben. Ein simpler, oft übersehener Hebel: Stell sicher, dass dort immer deine aktuelle Hauptseite verlinkt ist, nicht eine veraltete Landingpage von vor zwei Jahren.
Deine Pins können direkt in der Google-Bildersuche auftauchen. Das ist der am meisten übersehene Vorteil überhaupt: Pinterest-Bilder werden von Google indexiert und können in den eigenen Bildersuchergebnissen erscheinen, ganz unabhängig vom Pinterest-Algorithmus. Voraussetzung sind aussagekräftige Dateinamen und gute Alt-Texte, dann ist das für dich zusätzliche, kostenlose Google-Sichtbarkeit, die viele komplett liegen lassen.
Mehr zu den Grundlagen, wie du bei Google überhaupt gefunden wirst, findest du übrigens in meinem Artikel bei Google gefunden werden, falls dich das Thema jetzt gepackt hat.
Pinterest als kostenlose Keyword-Recherche für deine Google-Texte
Die Pinterest-Suchleiste zeigt dir in Echtzeit, mit welchen Worten deine Zielgruppe wirklich sucht, oft anders formuliert als in klassischen SEO-Tools. Drei Schritte machen daraus verwertbares Material für deinen nächsten Blogartikel.
Schritt 1: In die Pinterest-Suchleiste tippen.
Gib Begriffe rund um dein Thema ein und schau dir die Autovervollständigung sowie die farbigen Kacheln darunter an. Das ist die O-Ton-Sprache deiner Zielgruppe, ungefiltert und topaktuell, ganz anders als jedes klassische Keyword-Tool.

Schritt 2: Den Intent-Unterschied mitdenken.
Auf Pinterest sucht jemand oft planend, entdeckend, "irgendwann mal". Bei Google steckt häufiger ein akuter Bedarf dahinter, "jetzt gleich". Wenn Pinterest dir zum Beispiel "online Kunden gewinnen" zeigt, sucht dieselbe Person bei Google später vielleicht ganz konkret "Kunden gewinnen als Selbstständige ohne Social Media". Der Pinterest-Begriff ist selten die fertige Formulierung, aber ein hervorragender Ausgangspunkt für sie.
Schritt 3: Das Volumen bei Google gegenchecken.
Bevor du einen ganzen Artikel auf einen Pinterest-Begriff setzt, lohnt sich ein kurzer Check, ob überhaupt jemand danach bei Google sucht. Ein kostenloses Tool oder auch nur die Google-Autovervollständigung selbst reicht dafür meistens schon aus.
Das Schöne daran: Diese Recherche kostet dich nichts außer 15 Minuten deiner Zeit, und du bekommst Formulierungen, auf die du über klassische Keyword-Tools nie gekommen wärst, weil sie aus echten Suchanfragen deiner eigenen Zielgruppe stammen.

Ein Beitrag, zwei Suchmaschinen: So optimierst du gleichzeitig für Google UND Pinterest
Ein guter Blogartikel kann beiden Suchmaschinen gleichzeitig dienen, wenn Struktur, Bilder und Beschreibungstexte von Anfang an für beide mitgedacht werden. Das spart dir hinterher die doppelte Arbeit, alles nachträglich für Pinterest anzupassen.
Die Struktur dient beiden. Klare Zwischenüberschriften mit echten Fragen helfen Google, deinen Artikel richtig einzuordnen. Genau dieselben knappen, gut gegliederten Absätze lassen sich hinterher mühelos in einzelne, eigenständige Pins verwandeln, jeder Abschnitt ein eigener Pin, ganz ohne dafür neuen Text schreiben zu müssen.
Der Alt-Text ist ein doppelter Hebel. Er dient beiden Suchmaschinen gleichzeitig, sollte dabei aber klingen wie ein eigenständiger, klickstarker Pin-Titel und nicht wie eine nüchterne Bildbeschreibung. "Frau am Laptop" bringt dir nirgends etwas. "In 3 Schritten von Pinterest-Reichweite zu Google-Sichtbarkeit" erfüllt denselben Zweck und gleich zwei Jobs auf einmal, und ist gleichzeitig die Voraussetzung dafür, dass dein Pin überhaupt in der Google-Bildersuche gefunden werden kann (siehe oben).

Meta-Description und Pin-Beschreibung sind zwei verschiedene Versprechen. Die Google-Meta-Description spricht einen akuten Bedarf an, kurz und konkret. Die Pin-Beschreibung darf ruhig etwas inspirierender und planender klingen, näher an dem Moment, in dem jemand träumt statt sofort handelt. Beide Texte dürfen unterschiedlich klingen, sie sollen schließlich unterschiedliche Momente treffen.
Wenn du das nächste Mal einen Artikel planst, denk diese drei Punkte am besten direkt beim Schreiben mit. Das nachträgliche Anpassen kostet erfahrungsgemäß mehr Zeit als die paar Minuten beim ersten Entwurf.

Dein nächster Schritt - Lass Google und Pinterest-SEO für dich arbeiten
Pinterest und Google arbeiten für dich, sobald du sie als zwei Zugänge zu derselben Zielgruppe behandelst. Dafür reicht der Content, den du ohnehin schon erstellst, du musst ihn nur klüger einsetzen.
Wenn du wissen willst, welche drei Stellschrauben bei dir konkret den Unterschied machen, ob deine Website bei Google überhaupt gefunden wird, hab ich dafür einen PDF-Guide gebaut: 3 Stellschrauben für mehr Anfragen über Google. Für 0€ und in 15 Minuten weißt du, wo du bei deiner Website direkt ansetzen kannst.
Ich freu mich, wenn dich dieser Blick über den Tellerrand ein Stück weitergebracht hat. Lass es mich gerne per E-Mail an info@mindandrocket wissen. Und falls es dich tröstet: Meine eigene erste Website hatte jahrelang keinen einzigen Pin integriert. Ein Fehler, den ich keiner Selbstständigen mehr empfehlen würde. :)
Viele liebe Grüße
Deine Dani 💚
Über die Gastautorin:

Dani Kaiser ist SEO- & GEO-Mentorin für selbstständige Frauen und Gründerin von Mind & Rocket.
Sie hilft Coachinnen, Beraterinnen und Dienstleisterinnen dabei, bei Google gefunden zu werden, ohne täglich Social Media hustlen zu müssen.
Mehr auf mindandrocket.de.





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